Viele Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Para-Tennis-Disziplinen im Austausch - vereine
Viele Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Para-Tennis-Disziplinen im Austausch
Während auf den Courts der Hamburg Wheelchair Open um Weltranglistenpunkte und Titel gespielt wurde, stand am Hamburger Rothenbaum auch der Austausch über die Zukunft des inklusiven Tennissports im Mittelpunkt. Im Rahmen des größten Rollstuhl-Damentennisturniers Deutschlands lud der Deutsche Tennis Bund (DTB) Vertreter:innen verschiedener Para-Tennis-Disziplinen zu einem Runden Tisch der Inklusion ein.
Während auf den Courts der Hamburg Wheelchair Open um Weltranglistenpunkte und Titel gespielt wurde, stand am Hamburger Rothenbaum auch der Austausch über die Zukunft des inklusiven Tennissports im Mittelpunkt. Im Rahmen des größten Rollstuhl-Damentennisturniers Deutschlands lud der Deutsche Tennis Bund (DTB) Vertreter:innen verschiedener Para-Tennis-Disziplinen zu einem Runden Tisch der Inklusion ein.

Wie können Menschen mit Behinderungen noch besser den Weg in den Tennissport finden? Welche Projekte funktionieren bereits gut – und wo gibt es noch Herausforderungen? Über diese und viele weitere Fragen tauschten sich Vertreter:innen aus dem Rollstuhltennis, dem Blinden- und Sehbehindertentennis, dem Gehörlosentennis, dem Tennis für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung sowie dem Para Standing Tennis aus.
Nach einem Überblick über aktuelle Inklusionsmaßnahmen des DTB ging es vor allem um den offenen Austausch. Die Teilnehmenden berichteten von positiven Entwicklungen, erfolgreichen Projekten und persönlichen Erfahrungen aus ihrer täglichen Arbeit. Gleichzeitig wurde darüber gesprochen, wo noch Hürden bestehen und welche Schritte notwendig sind, um Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Tennissport weiter zu erleichtern.
Ein Thema zog sich dabei wie ein roter Faden durch die Gespräche: Sichtbarkeit. Denn nur was gesehen wird, kann Menschen erreichen und begeistern. Die Runde war sich einig, dass die verschiedenen Disziplinen noch stärker in den Fokus rücken müssen, um neue Spieler:innen, Trainer:innen und Vereine für inklusive Angebote zu gewinnen.
Auch die Rolle der Vereine wurde intensiv diskutiert. Aktionstage und Schnupperangebote schaffen Aufmerksamkeit und ermöglichen erste Berührungspunkte mit dem Tennissport. Langfristig erfolgreich sind sie jedoch vor allem dann, wenn anschließend regelmäßige Trainingsangebote und offene Vereinsstrukturen zur Verfügung stehen. Die Teilnehmenden betonten deshalb die Bedeutung nachhaltiger Strukturen und verlässlicher Angebote vor Ort.
Als wichtige Erfolgsfaktoren wurden die enge Zusammenarbeit mit den Landesverbänden sowie die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderungen in die Planung und Umsetzung von Maßnahmen genannt. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll der Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen ist. Viele Herausforderungen ähneln sich – umso größer ist das Potenzial, voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Am Ende stand vor allem ein Gefühl: Die Teilnehmenden möchten den begonnenen Dialog fortsetzen, sich künftig noch enger vernetzen und gemeinsame Projekte sowie Veranstaltungen auf den Weg bringen. Denn auch wenn die Disziplinen unterschiedliche Schwerpunkte haben, verbindet sie ein gemeinsames Ziel: den Tennissport für alle Menschen noch zugänglicher zu machen und Inklusion nachhaltig zu stärken.
Teilnehmende des Runden Tisches:
-
Rollstuhltennis: Britta Wend (Athletensprecherin) und Niklas Höfken (Bundestrainer)
-
Blinden- und Sehbehindertentennis: Bianka Graeming (Athletensprecherin) & Marc-Renè Walter (Ausrichter Nationale Meisterschaften)
-
Gehörlosentennis: Urs Breitenberger (entschuldigt)
-
Tennis von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung: Claus Majolk (Special Olympics) und Christian Schlaikier (Athletenvertreter).
-
Para Standing Tennis: Dieter Darius (Athletenvertreter)
-
DTB: Fabienne Bretz (Leitung Vereins-, Mitglieder- und Trainerentwicklung) und Julia Louis (Referentin für Vereinsentwicklung und Inklusion)